Kunst & Kultur, Wissenschaft & Generationen

Tanzen heißt Begegnung – Urkundenübergabe bei CONdance e.V.

Eine neue Partnerin im bayerischen Netzwerk – im Rahmen der Weiterbildung „Kultur, Teilhabe & Älterwerden“ besuchten Vanessa Sänger von der Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken und Georg Weigl von Curatorium Altern gestalten zur Urkundenübergabe die neue Partnerin im bayerischen Netzwerk Dialog: Kultur & Demenz: Johanna Knefelkamp.

Bild 1 von links: Georg Weigl (Curatorium Altern gestalten),  Johanna Knefelkamp (CONdance e.V.), Vanessa Sänger (Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken)

Menschen durch Tanz berühren

Johanna Knefelkamp ist Vorständin des CONdance e.V. Bamberg und absolvierte ihre Ausbildung und Studium zur Tänzerin und Choreografin in den Niederlanden. Mit ihrer Arbeit verfolgt sie das Ziel, Menschen durch Tanz zu berühren und Begegnungen zu ermöglichen.

Tanzangebote für Menschen mit und ohne Demenz

Bereits seit vielen Jahren sammelt sie umfangreiche Erfahrungen in der Tanzarbeit mit Menschen mit Demenz. Dabei gestaltet sie sowohl Angebote für Menschen mit Demenz, gemeinsame Tanzformate für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen als auch spezielle Tanzangebote für pflegende Angehörige. Ihre Kurse finden sowohl in stationären Pflegeeinrichtungen als auch im öffentlichen Raum statt – beispielsweise in der KUFA Bamberg. So schafft sie Begegnungsorte, an denen Menschen mit und ohne Demenz selbstverständlich gemeinsam tanzen und miteinander in Kontakt kommen.

Die Bewegung im Augenblick zählt

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der freie Tanz. Es geht nicht darum, Bewegungsabläufe zu erinnern oder Schritte richtig auszuführen. Vielmehr stehen die Freude an der Bewegung, das gemeinsame Erleben und der Ausdruck im Augenblick im Vordergrund. Ihre Haltung bringt sie mit einem Satz auf den Punkt: „Es ist nicht wichtig, sich zu erinnern – wichtig ist, sich zu bewegen.“

Nähe und Verbundenheit ohne Worte

Ein zentrales Thema ihrer Arbeit ist dabei auch die Berührung. Gerade in einer Lebensphase, die häufig von Rückzug und Einsamkeit geprägt ist, können Tanz und achtsame Bewegung Nähe, Vertrauen und Verbundenheit schaffen – oft ganz ohne Worte.

Eine Theaterproduktion über Tanz und Demenz

Gemeinsam mit den weiteren Vorständinnen von CONdance e.V., Gudrun Lange und Dorothea Gack entwickelt sie aktuell ein besonderes Projekt: Mit einer Gruppe Kunstschaffender aus Berlin, Hamburg und München unter der Regie von Nina Lorenz vom Theater im Gärtnerviertel Bamberg startet in den kommenden Tagen die Probenarbeit für die Tanztheaterproduktion über Demenz. Das Stück erzählt von der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen und zeigt auf, wie Tanz und Bewegung in oftmals herausfordernden Alltagssituationen unterstützen, verbinden und neue Perspektiven eröffnen können. Die Premiere ist für den 27. September um 18 Uhr in der Kulturfabrik Bamberg geplant.

Neue Impulse für inklusive Tanzangebote

Die Weiterbildung „Kultur, Teilhabe & Älterwerden“ bot hierfür weitere wertvolle Impulse. Die gewonnenen Ideen möchte Johanna Knefelkamp in ihre zukünftigen Projekte einfließen lassen und ihre inklusiven Tanzangebote kontinuierlich weiterentwickeln.

Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme erhielt  Johanna Knefelkamp  zudem eine Schulung zum/zur Demenz Partner*in, die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) im Rahmen der Initiative Demenz Partner entwickelt wurde.


Kontakt & weitere Informationen

CONdance e.V.

c/o  Johanna Knefelkamp
Bachgasse 4
96103 Hallstadt

contact.conbamberg@gmail.com

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