Kunst & Kultur, Wissenschaft & Generationen

Wo Begegnung Kreise zieht – Urkundenübergabe im Mehrgenerationenhaus Donauwörth

Kreidekunst, neue Ideen und eine Urkunde – Besuch im Mehrgenerationenhaus Donauwörth Eine inklusive Kunstaktion mit großformatigen Kreidebildern auf dem Platz der Begegnung: Beim Besuch im Mehrgenerationenhaus Donauwörth entstand bereits eine erste gemeinsame Projektidee. Anlass des Treffens war die Urkundenübergabe an Michaela Kaag zum erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung „Kultur, Teilhabe & Älterwerden“. Katrin Lörch-Merkle von der Fachstelle für Demenz und Pflege Schwaben und Georg Weigl von Curatorium Altern gestalten erhielten dabei zugleich einen lebendigen Einblick in die vielfältigen Angebote des Hauses.

Bild 1: Michaela Kaag (MGH Donauwörth), Georg Weigl (Curatorium Altern gestalten), Kathrin Loerch-Merkle (Fachstelle für Demenz und Pflege Schwaben)

Ein lebendiges Haus der Begegnung

Die Übergabe fand an einem Ort statt, der beispielhaft für das steht, worum es in der Weiterbildung geht. Das Mehrgenerationenhaus Donauwörth versteht sich als Haus der Begegnung – offen für alle Generationen und Lebenssituationen. Gemeinsam getragen von der Stadt Donauwörth und der evangelischen Kirche ist es weit mehr als ein Veranstaltungsort: Es ist ein lebendiger Treffpunkt, an dem Menschen zusammenkommen, sich gegenseitig unterstützen und Gemeinschaft erleben.

Vielfältige und leicht zugängliche Angebote

Das vielfältige Angebot reicht von Foodsharing-Schränken, einem Schenkregal für Bücher und den beliebten Schenktagen über Digitallotsen, Kreativangebote und Ferienprogramme bis hin zu zahlreichen Begegnungsformaten für ältere Menschen. Besonders wichtig sind Michaela Kaag Angebote wie der Frühstückstreff für pflegende Angehörige, Gedächtnistraining, Bewegungsangebote und offene Treffpunkte. Viele dieser Angebote sind kostenlos oder ohne Anmeldung nutzbar und schaffen dadurch einen einfachen Zugang für Menschen, die sonst nur schwer den Weg in Gemeinschaft finden.

„Eine Hand nimmt die andere“

Ganz im Sinne des Mottos „Eine Hand nimmt die andere“ wird hier Nachbarschaft aktiv gelebt. Menschen unterstützen sich gegenseitig – mit Zeit, Wissen, praktischer Hilfe oder einfach durch ein offenes Gespräch. Dieses Verständnis von Teilhabe deckt sich in besonderer Weise mit den Inhalten der Weiterbildung.

Angebote demenzsensibel weiterentwickeln

Im Austausch während der Weiterbildung wurde deutlich, wie wichtig Michaela Kaag praxisnahe Impulse für den Umgang mit Menschen mit Demenz sind. Ziel ist es, bestehende Angebote noch stärker demenzsensibel weiterzuentwickeln und Menschen mit Demenz selbstverständlich in das vielfältige Programm des Mehrgenerationenhauses einzubeziehen.

Eine inklusive Kunstaktion als erste Projektidee

Beim Besuch entstand bereits eine erste gemeinsame Projektidee: Auf dem Platz der Begegnung vor dem Mehrgenerationenhaus könnte eine inklusive Kunstaktion mit der Künstlerin Franziska Schißler, bekannt unter ihrem Künstlernamen „Chalkylove“, stattfinden. Mit Kreide- und Flüssigkreidekunst sollen gemeinsam großformatige Bilder entstehen – niedrigschwellig, generationenübergreifend und so gestaltet, dass auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Demenz aktiv mitwirken können. Der öffentliche Platz würde damit selbst zur Begegnungsfläche und zum sichtbaren Zeichen für Teilhabe.

Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme erhielt MGH-Leiterin Michaela Kaag zudem eine Schulung zum/zur Demenz Partner*in, die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) im Rahmen der Initiative Demenz Partner entwickelt wurde.

Kontakt und mehr Informationen

Mehrgenerationenhaus Donauwörth

Andreas-Mayr-Str. 3 b
86609 Donauwörth

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